Wirksamkeit von Arbeitsschutzstrukturen in der flexibilisierten Arbeitswelt

Die im Februar abgeschlossene DOFAPP-Studie beschreibt die Flexibilisierung der Arbeitswelt und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsschutz. Im Zentrum steht die Frage nach der Wirksamkeit gegenwärtiger Arbeitsschutzstrukturen.

In Anlehnung an das Verfahren der Grounded Theory wurden 36 problemzentrierte Interviews geführt und ausgewertet. Auf dieser Basis werden Ursachen, Formen und Entwicklungen flexibilisierter Arbeit beschrieben. Strategien und Vorgehensweisen im Arbeitsschutz, die dazu beitragen können, entstehende Belastungen der Beschäftigten zu reduzieren, werden anschließend dargestellt. Die Auswertung zeigt Bereiche auf, in denen betriebliche Vorgehensweisen dringend angepasst werden müssten, um den Herausforderungen zu genügen. Anforderungen an eine Neujustierung der institutionellen Arbeitsschutzstrukturen werden deutlich. Im Sinne der Grounded Theory wird dies in der Kernkategorie der mangelnden „Sichtbarkeit“ des Arbeitsschutzes beschrieben. Aufgrund des Umfangs der Stichprobe ist der Bericht nicht statistisch repräsentativ, er bietet aber einen tiefen Einblick in Strukturen und Zusammenhänge, Konflikte und Ambivalenzen im Bemühen um die Gewährleistung sicherer und gesunder Arbeitsbedingungen.

Kurzreferat, 10 S.

Gesamtbericht Wirksamkeit Arbeitsschutz, 200 S.